Fehlt Ihnen Etwas? Eine Kampagne der AGFW (Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e.V.
Hintergrundinformationen 

Einführungstext

Ein Grundanliegen der Freien Wohlfahrtspflege

Die Beschäftigung mit dem Thema "Verdeckte Armut" und die Hilfe für Menschen, die unter den Folgen
von Ausgrenzung leiden, ist ein Grundanliegen der Freien Wohlfahrtspflege. Vor diesem Hintergrund
haben die in der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e. V. (AGFW) zusammen-
geschlossenen Verbände in den letzten drei Jahren Kampagnen durchgeführt. Unter Menschen, die in
verdeckter Armut leben, werden hier diejenigen verstanden, die zwar Ansprüche auf gesetzliche
Sozialleistungen haben, diese aber nicht geltend machen.

"Verdeckte Armut" in Hamburg?

Über das Ausmaß der verdeckten Armut in Hamburg gibt es nur grobe Schätzungen, da bisher eine
systematische Armuts- bzw. Lebenslagenberichterstattung fehlt.
Aus dem im Jahre 2005 erschienenen zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der  Bundesregierung
lassen sich Annäherungen an diese Form der Armut in Hamburg entwickeln. Nach Aussage von Richard
Hauser, einem Mitverfasser dieses Berichtes, kommen auf drei Sozialhilfeempfänger/innen 1 bis
1,5 Menschen, die ihre gesetzlichen Ansprüche nicht geltend machen. Die in der AGFW zusammen-
geschlossenen Wohlfahrtsverbände schätzen, dass in Hamburg 60.000 bis 80.000 Menschen in
verdeckter Armut leben.

Mit der jeweiligen Kampagne sollen zwei Ziele verfolgt werden:

Die Betroffenen sollen durch konkrete Hilfsangebote über ihre Rechtsansprüche  informiert und bei
deren Durchsetzung unterstützt werden. Dies geschieht durch das breite Angebot der Beratungsstellen
und durch weitere Aktivitäten der Kampagne. Die in der AGFW zusammengeschlossenen Wohlfahrts-
verbände wollen auf die Sachlage "Verdeckte Armut" hinweisen und entsprechende politische
Forderungen aufstellen, u.a. nach einer Armuts- bzw. Lebenslagenberichterstattung durch den Senat
der FHH.

Bausteine der Kampagne 

Die wesentlichen Bausteine sind eine Beratungshotline, ein Beratertag an zentralen Plätzen der Stadt
sowie eine verbandsübergreifende Broschüre mit 70 Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstellen standen und stehen während dieser Aktionen
für kostenlose Beratung rund um das Thema Armut zur Verfügung. Vorbild der Kampagne war und ist
eine Aktion der Berliner Wohlfahrtsverbände.

Die Ergebnisse aller bisherigen Kampagnen, die u. a. über die Homepage www.fehlt-ihnen-etwas.de
nachzulesen sind, haben gezeigt, dass die Mehrheit der befragten Menschen weder ausreichend über
ihre sozialen Rechte noch über entsprechende Hilfsangebote informiert waren.
Die Ergebnisse haben die Wohlfahrtsverbände dazu bewogen, die Kampagne fortzuführen.

Wollen Sie mehr zur Kampagne erfahren? Wir stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!


Michael Edele
Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft
der Freien Wohlfahrtspflege
Grevenweg 89
20537 Hamburg
info@agfw-hamburg.de
Tel.: 040 - 23 15 86
Fax: 040 - 23 09 30
Wohlfahrtsverbände in Hamburg:
Gemeinsam finden wir eine Lösung.

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Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e.V.